Da die Ballphysik eine Grundlage für das Verständnis der Laufwege und Reaktionen der Bälle bildet,
gibt es auf dieser Seite einige Erläuterungen zu diesem Thema.....

Diese verschaffen einen groben Überblick über die physikalischen Grenzen und Möglichkeiten,
die sich einem auf einem Snookertisch bieten.

   

Einer der ersten Stöße, die man auf einem Billardtisch lernt,
ist der Nachläufer. Hier wird die weiße Kugel oberhalb der Mitte (in ihrer Senkrechten) angestoßen.
Wie im linksseitigen Fenster gut zu erkennen ist, läuft die weiße Kugel dem Objektball hinterher.

 


Handelt es sich dabei um einen geraden Stoß (wie links oben), laufen beide Bälle auf der exakt gleichen Linie.
Weicht man mit seinem Stoß jedoch von dieser Linie ab, so trennen sich auch die Laufwege der beiden Kugeln.
Es ist also ernorm wichtig, den Spielball in seiner senkrechten zu treffen, als auch das Ziel in seiner Mitte.
Kleine Ungenauigkeiten können dann zu einem Resultat führen, wie links zu sehen ist.

   


Einer der einfachsten Positionsstöße ist der Stoppball. Hier wird der Spielball
minimal unter der Mitte angespielt.
In diesem Fall rollt die Spielkugel nicht mehr über den Tisch, sondern rutscht bis zum Objektball, und bleibt am Kontaktpunkt desselben liegen.

 

   

Ein technisch etwas anspruchsvollerer Stoß ist der Zugball (oder auch Rückläufer). Hier wird der Spielball unterhalb der Mitte angespielt.
Er bekommt also eine Rotation, die der Stoßrichtung entgegen gesetzt ausgerichtet ist. Hierbei rotiert der Ball rückwärts bis zum Treffpunkt des Objektballes
und wechselt nach dem Kontakt die Richtung, läuft also wieder auf in Richtung des Anfangspunktes des Stoßes zurück.

  Ein enorm wichtiger Stoß beim Snooker ist der so genannte Stun-run-through. Der vermeintlich einfache Stoß erfordert ein sehr hohes Maß an Präzision. Der Akteur muss in der Lage sein, den Spielball exakt in seiner Mitte anzuspielen, sowohl in der horizontalen Achse, als auch der vertikalen. Eine Abweichung in der vertikalen Achse hat bei diesem Stoß sehr massive Auswirkungen auf den Treffpunkt am Objektball. Da die "Hebelkräfte" am Spielball an seinem Äquator am größten sind, hat die kleinste Abweichung von der Mitte hier die größten Auswirkungen. Ja nach Stoßhärte folgt der Spielball dem Objektball mehr oder weniger. Dieser Stoß ist ohne Frage einer der wichtigsten, jedoch auch schwierigsten Stöße auf dem Snookertisch. Er erfordert das höchste Maß an Kontrolle und Präzision. Gerade bei winkligen Stößen lassen sich Positionen erreichen, die mit keinem anderen Stoß zu bewerkstelligen sind.
   


Ein Beispiel für einen Stoppball bei einem vorliegenden Winkel ist der Breakball von Blau auf das Dreieck der Roten mit dem davor liegenden Pinkball.
Präzise ausgeführt, erreicht man hier einen 90° Winkel, um (wie im Beispiel links) Bälle voneinander zu trennen.
 

  Effetstöße sind sehr schwer zu kontrollieren. Sie dienen im Regelfall einer Positionierung des Spielballes und nicht wie oft fälschlicherweise angenommen wird dem Potten eines Balles. Ein Effetstoß wirkt bei jedem Spieler anders, da auch jeder Spieler einen verschieden hohen technischen Stand beim eigentlichen Stoß hat. Daher ist es sehr schwierig hier präzise Aussagen darüber zu treffen, was passiert, wenn man in einer Situation mit seitlichem Effet arbeitet. Eines der wenigen Beispiele um Effet positiv zu nutzen, ist der so genannte Bogenball. Hier beschreibt der Spielball einen (wie es der Name schon sagt) Bogen. Es ist also möglich um einen anderen Ball herum zu spielen, und somit einen unmöglichen Pot möglich zu machen, wie im Beispiel links, oder auch aus einem Snooker heraus zu kommen.
 
 

Der Laufweg der weißen Kugel ist vom Treffpunkt am Objektball abhängig. Möchte man eine Karambolage spielen, so kann man dieses auf 2 Arten erreichen: Entweder man trifft den Objektball dick genug, mit ausreichend Tempo, so wie im Video links, oder dünn genug mit weniger notwendigem Tempo.

 


Hier handelt es sich um eine dünn gespielte Karambolage. In der Regel handelt es sich hierbei um taktische Stöße, um z.B. einen Snooker zu legen, oder Bälle wieder spielbar zu machen.