Vereinsgeschichte

Von ´89 bis heute

Der 1. Snooker- und Billard-Club Bielefeld e.V. wurde im November 1989 gegründet: Die Gründungsmitglieder dieser Zeit waren Wolfgang Liebing, Stephan Raijh, Marco Hülsmann, Michael Brenner und Georg Matthias Kramer. Es war alles Neuland für diese fünf, die sich bald darauf zu einem Vorstand formierten. Einzig und allein Wolfgang Liebing, ein alter Hase aus der Poolbillard Szene, schien etwas auf die Beine stellen zu können. Ein eindeutiger Grund 1.Vorsitzender zu werden! Allgemeine Unlust machte sich breit, da außer W. Liebing niemand Know How zu bieten hatte. Doch schon mit dem ersten großen Turnier in Bielefeld (den German Open 1989, damals noch WOSR-Turnier) kam die Wende. Im damaligen Finale siegte Mike Henson über Philip von Wiese überragend deutlich mit 5:1.

Gleich ein Jahr später folgten die Bielefeld Open, auch ein hochrangiges WOSR-Turnier, bei dem diesmal Pascal Houke gegen Mike Henson antreten musste, auch aus diesem Finale ging Mike als Sieger hervor. Der erste SBC ließ von nun an kein Event mehr aus und wurde zu einem der Vorreiter in der deutschen Snookerszene. Im folgenden Jahr (1991) war Bielefeld der Austragungsort des bisher höchst dotierten Snookerturniers: Die Bielefeld Classics. Insgesamt 30.000,-DM Preisgeld sollten unter den internationalen Spielern verteilt werden, davon 10.000,-DM für den damaligen Sieger Chris Scanlon. Presse und Fernsehen waren gleichermaßen im Turniercenter vertreten und erstatteten jeden Tag ihren Bericht. Ein bisher unübertroffenes Turnier, das bei allen Teilnehmern gut ankam.
Von nun an überschlugen sich die Ereignisse:

1992 Ray Reardon (6-facher Snookerweltmeister) kommt zum Schaukampf.
1993 Die beiden Profispieler Martin Clark und Nigel Bond werden bei ihrem Schaukampf-Auftritt im Royal Snooker und Billard Club vom Eurosport Kommentator Rolf Kalb präsentiert und begleitet.
1994, 95 folgen die Profispieler Gregg Tugby, Roy Bigg, Raj Sharma, Lenny Davies, Sean Lannigan, Stefan Mazrocis und Leigh Griffin, von denen einige insgesamt fast ein halbes Jahr Gast des 1.SBC waren. Sie hoben mit ihren Trainingstunden das Niveau dieses Vereins erheblich an.1995 wurde wieder einmal der Vorstand neu besetzt: Adolf Münstermann 1.Vorsitzender, Marco Hülsmann 2.Vorsitzender, Reinhard Oberwittler Kassenwart.
In diesem Jahr (1995) trat der Profi-Trainer Reg Davies auf unsere Bildfläche und gab sein Wissen an die Spieler weiter. Auch dieses mal nutzten wieder Spieler aus anderen Städten die Möglichkeit des Profitrainings.Es folgten weniger gute Ereignisse: 1996 starb völlig unerwartet der 1.Vorsitzende Adolf Münstermann. Die Mitgliederzahlen sanken auf unter 60. Alle Mitglieder rauften sich zusammen und berieten über die Zukunft des Vereins:
Der Vorstand formierte sich neu, mit Marco Hülsmann 1.Vorsitzender, Andreas Mohr 2.Vorsitzender, Christian Jung Schriftführer.
1997 wechselte der Eigentümer des Royal Snooker und Billard Pubs. Das Center wurde von den neuen Besitzern in "Break Even" umbenannt.

Eine Vielzahl von Turnieren fanden seit 1990 in Bielefeld statt, bei denen alle Bielefelder gute und teilweise überragende Leistungen zeigten, besonders Lasse Münstermann machte auf sein Talent aufmerksam. Aber auch andere Spieler wie z.B. Marco Hülsmann, Michael Peitzmeier, Andreas Tusch, Michael Siewert, Michael Majewski, Christian und Thorsten Jung spielen seitdem auf hohem Niveau.
Im März 1999 formierte sich der Vorstand wiederum zu einer neuen Führungseinheit:
Marco Hülsmann bleibt 1.Vorsitzender, Christian Jung wird 2.Vorsitzender, Silke Wehmeier wird Kassenwartin und Andreas Mohr wird Schriftführer.

In diesem Jahr fusionieren die beiden deutschen Verbände DSKV und DBU.

Im Januar 2000 eröffnet der 1.SBC Bielefeld e.V. seine erste eigene Spielstätte mit zunächst 5 Full Size Snookertischen. Der Spielbetrieb läuft ausgezeichnet. Verschiedene Turniere im eigenen Clubheim sorgen für "Bewegung". Alles scheint perfekt zu funktionieren, bis zum Zeitpunkt der Kündigung des neuen Vermieters. Die Enttäuschung ist riesengroß, da nun niemand mehr an ein Weiterbestehen des Vereins glaubt. Guter Rat ist teuer...
Bei der anstehenden Jahreshauptversammlung wird jedoch einstimmig beschlossen, den Verein irgendwie zu erhalten.
Eine neue Räumlichkeit muss her. Trotz des immensen Arbeitspensums, das eine Vielzahl der Vereinsmitglieder im eigenen Vereinsheim hinter sich gebracht hat, ist noch Euphorie unter den Mitgliedern zu spüren, als bei einer zweiten Versammlung eine Räumlichkeit vorgestellt wird, die das "alte" Vereinsheim noch übertreffen könnte. Es wird der Entschluss gefasst, den Umzug zu starten. Am 30.Mai 2001 ist das Gelände komplett geräumt und alle Einrichtungsgegenstände werden provisorisch zwischengelagert. Auch die Snookertische werden abgebaut. Die Renovierungsarbeiten beginnen wieder von vorne. Der Kellerraum einer ehemaligen Textilfirma wird zum neuen Clubheim umgebaut.

Zwischenzeitlich finden die Deutschen Meisterschaften in Bad Wildungen statt, bei der auch Vertreter des 1.SBC teilnehmen. Die Überraschung ist perfekt, als Lasse Münstermann und Marco Hülsmann einen beachtlichen 2. und 3. Platz erreichen können, zumal beide nur eine Woche Training als Vorbereitungszeit zur Verfügung hatten.
4 Monate sind vergangen, als endlich am 1.10.2001 der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, wie die Bilder in der Galerie beweisen. Das neue Vereinsheim ist weitaus schöner geworden, als sein Vorgänger auf der ehemaligen englischen Kaserne. Zusätzlich finden auch noch 3 Turnier-Pooltische Platz. Auch in diesem neuen Club werden zahlreiche Turniere und andere Veranstaltungen stattfinden.
Nach einigen Clubinternen Events werden die Willie Holt 9-Fuß Pooltische verkauft und in höherwertige Brunswick Tische gewandelt. Der erwartete Andrang bleibt allerdings aus.
Zahlreiche Snooker und Poolevents, sowie interne Feierlichkeiten finden über die Jahre in den Räumlichkeiten des 1.SBC Bielefeld statt. Die Mitgliederzahlen steigen stetig, was natürlich auch den Snooker Übertragungen bei Eurosport zu verdanken ist. Das allgemeine Interesse wächst hierzulande jeden Tag.
Aufgrund der hohen Anzahl der Snookerspieler und der dementsprechenden Tischauslastung, beschließt der Vorstand zu Beginn des Jahres 2006 zwei weitere Full Size Snookertische anzuschaffen. Aus Platzmangel müssen die Pooltische leider weichen. Es kommen 2 Steelblocktische hinzu, und ein vorhandener Tisch wird nachträglich mit Steelblockbanden ausgerüstet.
Nun stehen im Vereinsheim 8 Full-Size Snookertische, von denen 3 sogar Steelblocktische sind. Einer dieser neuen Tische ist, was die Taschengrößen anbelangt, sogar auf Profiniveau.

Leider läuft nicht alles nach Plan, denn unser Vermieter kündigt unseren Mietvertrag. Wir dürfen jedoch so lange bleiben, bis wir ein Nachfolgeobjekt gefunden haben.
Dieses lässt zum Glück nicht lange auf sich warten, nach einigen Wochen ist das passende Objekt gefunden.
Mit einer Größe von 600qm wird damit das aktuelle Vereinsheim um Längen übertroffen.
Dieses Mal wird jedoch nicht gemietet, sondern gekauft, um endlich komplett unabhängig zu sein.
So ist gewährleistet, das uns niemand mehr mit einer Eigenbedarfsanmeldung zum Auszug zwingen kann.
Die Renovierungsarbeiten können beginnen. Zunächst werden vorhandene Wände entfernt, quasi das ganze Objekt entkernt.
Es gibt einiges an Arbeit, welche von den Mitgliedern bis zur Fertigstellung erledigt werden muss.
Nachdem die nötigen Vorbereitungen getroffen sind, beginnt der Innenausbau.
Nach etwa 7 Monaten und rund 7000 Arbeitsstunden ist es soweit, die Arbeiten sind größtenteils erledigt, der Teppichboden liegt,
die Tische können endlich aufgestellt werden. 12 Snookertische und 2 Pooltische finden großzügigen Platz in den neuen Räumlichkeiten.
An keiner Stelle ist es eng, rund um jeden Tisch ist ausreichend Platz vorhanden um andere nicht zu stören.
Mit einem neu konzipierten Aufenthaltsraum, der von einer Empore aus den Blick auf alle Tische ermöglicht, einer Fernsehecke, einer gediegenen Theke aus Echtholz, sowie einem Computer zum surfen, bietet der 1. SBC Bielefeld ein Ambiente, das seinesgleichen sucht.

Nach dem nunmehr dritten Umzug und tausenden von Arbeitsstunden steht fest: In diesem Club soll wieder an alte Leistungen angeknüpft werden.
Mit neuen technischen Möglichkeiten zur Trainingsförderung, neuen jungen Mitgliedern, gestärktem Engagement und Fleiß werden wir das Niveau deutlich anheben, um wieder dorthin zu gelangen, wo dieser Club einst stand: An die Spitze Deutschlands.